on-Home Heimautomation | Fährstraße 217 | 40221 Düsseldorf

0211 98948522 info@on-home.de

Heimkinobau im Art Déco Stil

Art Déco Heimkino

I don´t want a Man Cave! – Heimkino im Art Déco Stil

Wenn ein Filmproduzent sich seine Traumimmobilie neu baut und dazu auch noch Liebhaber des Art-Déco-Stils ist, dann soll natürlich auch das Heimkino etwas ganz besonderes werden. Für eine Neubau-Villa in München, setzen wir derzeit ein Heimkino um, dass gestalterisch an die stilistischen Glanzjahre der 20er- und 30er Jahre erinnert.  Der amerikanische Filmproduzent mit deutschen Wurzeln zieht mit seiner Familie zurück nach Deutschland und baut sich nun eine Villa nach gewohntem amerikanischem Maßstab. Auf knapp 800 m² Wohnfläche darf das Heimkino natürlich auch etwas größer werden. Ein Raum mit nahezu vier Meter hohen Decken und rund 100 m² Wohnfläche soll die persönliche Spielwiese des Hausherrn werden. Repräsentativ und für Privatvorführungen geeignet soll das neue Heimkino werden. „Ich möchte keine Männerhöhle! Elegant bis ins letzte Detail soll der Raum werden und nicht den typischen Look eines Heimkinos haben.“ schildert uns der Auftraggeber seine Vorstellungen bei unserem ersten Telefonat halb englisch, halb deutsch.

Er habe lange recherchiert, bis er einen spezialisierten Dienstleister gefunden habe, den er die Erfüllung seiner Vorstellungen anvertrauen möchte und habe uns dann kontaktiert. Bereits nach dem ersten Telefonat habe er das Gefühl gehabt, mit on-Home den richtigen Partner gefunden zu haben, was sich bei unserem ersten Treffen in München dann auch bestätigte. Schwärmend und voller Vorfreude auf die Projektumsetzung, schilderte uns der Auftraggeber seine weiteren Vorstellungen bei der Besichtigung des Rohbaus. Erste Vorstellungen hatten wir bereits aber je mehr er sprach, umso komplizierter wurde es. Teppichboden wolle er nicht, sondern Steinböden! Und die Wände sollen mit einer Holzvertäfelungen veredelt werden! Die Technik wolle er auch nicht sehen, denn wohnlich soll der Raum sein. Die Integration einer leistungsstarken Belüftungsanlage wurde auch noch zum Thema, denn der Cineast hat nicht nur eine Leidenschaft für Filme sondern auch für Zigarren und ein besonderer Hochgenuss sei es beides zu verbinden.

Heimkinobau im Art Déco Stil
Heimkinobau im Art Déco Stil

 

Heimkinobau mit Herausforderungen

Bei einem gemeinsamen Abendessen besprachen wir noch die letzten Details. Seine Anforderungen waren klar und dieser Heimkinobau sollte nicht nur eine gestalterische Herausforderung sondern insbesondere eine technische Herausforderung werden. Eine leistungsstarke Belüftungsanlage, die jedoch akustisch nicht wahrzunehmen ist, für das Klangbild ungünstige Raumproportionen und Materialien (Schallreflexion insbesondere über Stein-Fußboden und Wandvertäfelungen) und die nicht sichtbare Technik waren die Hauptthemen, die berücksichtigt werden sollten. Wir nahmen die Herausforderung an und einigten uns auf eine gemeinsame Projektumsetzung. Die angebotene Unterstützung durch einen Innenarchitekt lehnten wir vorerst dankend ab. Vielleicht würden wir zu einem späteren Zeitpunkt darauf zurückkommen wollen. Denn je weniger Köche am Werk sind, umso besser war das für den Moment. Die Spezifikationen waren ja schon sehr eindeutig und weitere Rahmenbedingungen hätten den Projektablauf sicherlich nicht begünstigt.

Zurück in Düsseldorf machten wir uns erst einmal Gedanken über das Thema Schall und fanden schon bald eine Lösung, die uns umsetzbar erschien. Wir nahmen uns vor den Raum zu verkleinern und planten hierbei ein repräsentatives Entrée im Stil eines Grand-Theaters ein, dass in einem Raum mit Bar (mit Tresen und Popcorn-Maschine) führt und dem eigentlichen Kinoraum vorgelagert ist. Hierdurch wurde der Raum deutlich in der Länge verkürzt.

 

Erste Skizzen wurden zu Papier gebracht und ein 3D-Grafiker für das Planungsteam hinzugezogen (Leseempfehlung: Heimkino Design mit Hollywood-Technik). Die ersten Ideen wurden visualisiert und dem Thema Schall weiteren Augenmerk geschenkt. Schließlich fanden wir eine Lösung mit textilen Schallabsorbern und zusätzlichen schallabsorbierenden Materialien, die raumakustischen Kalkulationen standhielten und einen geringen Nachhall versprachen. Die gesamte Wandkonstruktion sollte also auf eine Art Dämmung aus unterschiedlichen schallabsorbierenden Materialien aufgebracht werden, um dem Raum optimal auf seinen Bestimmungszweck abzustimmen. Eine ähnliche Lösung haben wir auch in der Decke umgesetzt. Wie wir das genau geplant haben, bleibt jedoch ein wohlgehütetes Geheimnis zwischen uns und dem Bauherrn. Die Integration von nicht sichtbar verbauten Lautsprechern war für uns keine Herausforderung, denn das ist klassisches Tagesgeschäft. (Diese Lösungen können sich Interessierte gerne in unserem Showroom ansehen und anhören.) Die Gestaltungsarbeit im Sinne der Oberflächengestaltung war dann eine Herausforderung für sich. Der Art Déco Stil ist ja nicht besonders verbreitet und es waren ein paar Anläufe nötig, bis wir den Geschmack des Auftraggebers getroffen haben und wir uns stilistisch eingespielt hatten. Viele Fotos zur Inspiration wurden uns bereitgestellt und das Steinmuster des Bodens recht früh festgelegt. Zahlreiche 3D-Visualisierungen wurden nach München und Amerika geschickt und telefonisch alles abgestimmt, bis alle Beteiligten vollends zufrieden waren.

Die Ausführung wird derzeit umgesetzt und vorbereitende Arbeiten haben bereits vor Ort begonnen. Die Tischlerarbeiten und die Produktion des extra für den Raum entwickelten Lounge-Sofas sind auch parallel angelaufen und benötigen die nächsten Monate bis zur Fertigstellung. Wir freuen uns mit Ihnen unsere Planungsergebnisse teilen zu dürfen und sind davon überzeugt, dass es sich bei diesem Heimkinobau um eines der außergewöhnlichsten Privatprojekte weltweit handelt. Wobei wir eher meinen, dass irgendwo in einem feinen Villenviertel in München derzeit ein nur Insidern bekanntes Grand-Theater entsteht.

Auf den von uns vorgeschlagenen roten Teppich, der zum Kino führt hat der Bauherr übrigens verzichtet. Das sei ihm zu viel des Guten und würde doch vor Eitelkeiten nur so strotzen!